Jahresbericht 2010
24. Februar 2010 / Passepartout Biel
Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich (Johannes 14,1)
Als ich das erste Mal die Jahreslosung 2010 hörte, erschrak ich. Meine Gedanken gingen sogleich zur Klimakonferenz in Stockholm oder zu den Auswirkungen der steigenden Erderwärmung und die damit verbundenen Katastrophen. Ein weiterer Gedanke schwenkte dann hin zu den Endzeitreden von Jesus: Von den Völkern die sich gegeneinander erheben werden. Von der Sonne die sich verfinstern wird usw. Ich dachte an die 10 Jungfrauen und die zunehmende Verfolgung der Christen und an die Zeit, die Jesus selber verkürzen wird, damit nicht alle seine Jünger irre werden.
Ich fragte mich: Sind wirklich solche Gerichtsworte zur Jahreslosung geworden? Ich wollte unbedingt wissen, in welches Umfeld Jesus diese Aussage gebettet hat! Und siehe da: Dieses Wort hat Jesus überhaupt nicht in ein Umfeld von Gericht hinein gesagt. Dieses Wort bettet Jesus in den Alltag, in die Schwachheit der Jünger und in einen Chorus gefüllt mit einer hoffnungsvollen Himmelsschau.
Da tönt der Satz „Euer Herz erschrecke nicht“ direkt aus dem Background der Engelsbotschaft „Fürchtet euch nicht, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr.“ Da kommt dieser Satz aus dem Munde des Sohn Gottes, mit der ewigen Gottesbotschaft an die Menschen. Und mein Herz wurde mit Freude und Erwartungen für 2010 gefüllt!
Allianzgottesdienst im CTS 2010
Am Sonntag den 17. Januar 2010 feierten wir den Jahresbeginn mit dem billinguen Allianz-gottesdienst im CTS. Im bis auf den letzten Platz besetzten Saal feierten wir Jesus mit fröhlichen Liedern und anderen ehrenden Darbietungen. Die Gottesdienstbesucher waren noch wie traumatisiert vom verheerenden Erdbeben in Haiti. Im Gebet und beim Opfer gedachten wir den leidenden Haitianern.
Pfarrer Walter Dürr predigte mit viel Freude vom Traum des großen Jesusfestes unter dem Titel: „Einheit zieht Kreise“ ... Wir merkten aber auch, dass wir gerne alle Christen der Stadt Biel einladen würden, auch diejenigen die traditionellerweise nicht beim Allianzgottesdienst dabei sind. Das beinhaltet sowohl die Großkirchen, als auch die Migrations-Kirchen. Bei einem Familienfest geht es ja auch nicht darum, ob ich alle Cousinen oder Onkels gleich gut mag, vielmehr wollen wir für dieses Fest möglichst alle zusammen sein.
Doch wie in aller Welt sollte so etwas möglich sein? Das wird nur gehen, wenn Jesus Christus in die Mitte steht und wir uns alle IHM zuneigen. Wenn sich jeder von uns von verschiedenen Seiten her Jesus zuneigt, dann kommen auch wir uns gegenseitig näher, ohne dass wir so werden müssen, wie der andere. So wächst unsere Einheit in Biel und Umgebung, und wir erfüllen das Gebet unseres Herren: „Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast" (Johannes 17,21). Vielleicht kann das Wort
„Zuneigung“ uns helfen, Jesus einen Gefallen zu tun, so dass wir alle gemeinsam ein Fest zu seiner Ehre feiern können? Ich freue mich auf den Weg der vor uns liegt.
Denn wenn wir merken, dass die Kirche nicht für sich selber, sondern „für die Anderen“ da ist, dann können wir gemeinsam auch „der Stadt Bestes“ suchen und uns den Menschen dieser Stadt verschenken. So würde unsere Einheit wirklich Kreise ziehen.
Als Gäste waren Daniel und Silvaine Mägli, alt Heilsarmeeoffiziere in Biel, jetzt in Haiti im Missionsfeld unter uns. Sie berichteten 1:1 von der Erdbebenkatastrophe bei der beinahe die ganze Infrastruktur des Landes zusammengebrochen ist. Vom Zusammengelegten Opfer, konnten wir nach Abzug der Betriebskosten für den Gottesdienst (ca. Fr. 5000.-) Mäglis Fr. 14'000.00 für ihre Arbeit in Haiti mitgeben. Vielen Dank in alle Gemeinden!
Allianzgebetswoche
Nach dem Gottesdienst begann für uns Bieler die Allianzgebetswoche.
Um mehr Beter in den Gemeinden zu erreichen, und die Gemeindeglieder zu vernetzen, wagten wir im 2010 der Gebetswoche eine neue Struktur zu geben.
Nebst dem traditionellen Seniorennachmittag in der FMG, trafen sich am Dienstagabend die Unternehmer und Unternehmerinnen aller Gemeinden in Jahu. Am Mittwochabend waren alle Leiter und Leiterinnen in die EMB eingeladen, am Donnerstagabend öffnete das EGW die Kapelle, die Türen zu einem offenen Gebetshaus und am Freitag Abend lud das Jahu die Jugend zu einem Konzertabend mit Eric Trout, Lobpreisleiter aus Seattle, ein.
Alles in allem ein buntes Programm, das gut gestartet ist und die Möglichkeit offen lässt, weitere schwerpunktmäßige Abende im Programm aufzunehmen.
Stadtpark Familiengottesdienst
Nach einer Schönwetterperiode war das Wetter ausgerechnet an diesem Sonntag sehr unsicher. Am Samstag strahlend blauer Himmel und am Sonntagmorgen um 9Uhr ständige kleinere aber intensive Regengüsse. Also wurde im Stadtpark um 9.15 Uhr die ganze Technik abgebaut und das Lobpreisteam dislozierte in die Christuskirche. Und die Leute kamen in Scharen. Die Christuskirche war zum bersten voll und wurde gefüllt mit einem fröhlichen Lobpreis mit Andrea Campisi (NLB) und einer ermutigenden Predigt mit Guy und Joëlle Zeller (JmeM Yverdon). Nach dem Gottesdienst erwartete uns vor der Kirche der Pizzabäcker PEPPE von Orvin mit seiner Familien Crew. Natürlich fehlte für die Kinder das SOLEI Gumpischloß nicht. Ein gelungener Gottesdienstsonntag und ein gesegneter Gemeinschaftsteil ist uns, trotz Regenschauer, in guter Erinnerung.
Summer in the City
Am 4. Februar trafen sich die ca. 40 Vertreter und Vertreterinnen von verschiedenen Bielergemeinden und entschieden sich, das Projekt (siehe Allianzgottesdienst im Januar 2010) unter dem Arbeitstitel „Summer in the City“ anzugehen. Ein Trägerkreis wurde bestimmt und das Organisationskomitee gegründet. Die Evangelische Allianz Biel und Umgebung begrüsst die Weite der Zusammenarbeit mit den anderen Kirchen und empfiehlt ihren Mitgliedern die Mitarbeit am Projekt.
Währenddem der Trägerkreis regelmäßige kennenlern Treffen organisiert erarbeitet das Organisationskomitee handfeste Arbeitspapiere. Z.Bsp eine ausgezeichnete zusammenarbeits Vereinbarung. Zudem einigt man sich auf den Projektnamen ecclesia 2011 die den Arbeitstitel Summer in the City ablöst.
Im Monat August 2010 lehnt die deutsche Reformierte Kirche ihre Mitarbeit ab. Damit entschieden wir im Vorstand des Trägerkreises und dem OK das Projekt ecclesia 2011 als gestorben. Wir wollen auf die deutsche reformierte Kirchgemeinde warten. Ihr Präsident, Christoph Rupp schreibt uns einen sehr freundlichen Brief. Zitat: Der Vorschlag den Anlass zu verschieben (Beispielsweise auf 2013) und/oder zu redimensionieren findet Anklang und wird von einer Ratsmehrheit befürwortet. Wir ersuchen deshalb das Organisationskomitee, das Projekt in diesem Sinne weiterzuentwickeln. Wir hoffen, dass durch unsere Absage nicht zu viel Ungemach entsteht und hoffen weiterhin auf eine fruchtbare Zusammenarbeit. Das Projekt wird weiter verfolgt, und durch den Unterbruch wird die Zeit genutzt, einander Gegenseitig mehr Kennen zu lernen und mehr Gehör zu verschaffen. Gemeinsame Projekte auf diesem Weg werden Diskutiert. Z.Bsp. einen gemeinsamen Bettagsgottesdienst und/oder die Teilnahme der Allianz Gemeinden am Projekt 1000 und 1 Nacht.
Letzte Allianzausschuss Sitzung des Jahres 11.11.2010
Nebst diversen Traktanden wie das Festlegen der Sitzungsdaten 2011, der Jahresversammlung 2011 oder Marriageweek 2011, beendeten wir das Allianz Jahr mit einer Gebetszeit für die Stadt Biel.
Verschiedene Negativschlagzeilen von Biel wurden mit einem Puzzle überdeckt mit der Jahreslosung Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich (Jo.14,1). Wer bringt die gute Nachricht in die Stadt Biel, wenn nicht wir? Wer sind die Hoffnungsträger für unsere Stadt, wenn nicht wir!
Veranstaltungen die von Mitgliedgemeinden der Ev.-Allianz durchgeführt oder Verantwortet wurden:
1. Vier billingue Heilungsgottesdienste die 2x in der Christuskirche und 2x in der EEE stattfanden. Mit den Heilungsgottesdiensten wurde bis jetzt nicht der große Durchbruch erzielt, aber jede Heilung ist für den oder die betroffene Person immer ein großes Wunder. Diese Heilungen geschahen. Die Teilnehmer gingen allemal gesegnet und fröhlich nach Hause.
2. Verschiedene Bieler Jugendgruppen veranstalteten mit großem Erfolg zum 4x die X-Days. Ein Event dem es jeweils gelingt, die verschiedenen Jugendkulturen von Biel auf dem Walserplatz zusammen zu bringen. Eine Veranstaltung die weit über Biel hinaus bekannt ist, und namhafte Sponsoren wie die Valiant-Bank, Coop, Puma, Rivella usw. freisetzt.
3. 30h Worship in der Christuskirche. Was für ein Fest! Das Lobpreisfest von 72h fand seine Fortsetzung. Schade, dass die Gemeinden nicht mehr Werbung für diesen Anlass machten. Waren es doch ihre Lobpreiser die nicht nur Spielten sondern den Anlass verantworteten. Der Anlass geht in etwas anderer Form auch im 2011 weiter.
Ich danke allen Gemeinden, Pastoren und Gemeindeleiter für ihren großen Einsatz in unserer Stadt. Ohne die persönliche Beziehung jedes einzelnen zu Jesus, die uns dann motiviert das Beste für unsere Stadt zu suchen, wären diese großartigen Arbeiten, mitten im Unkraut, nicht denkbar.
Ich danke Euch und Euren Gemeindegliedern von Herzen.
Biel, 24. Februar 2011
Kurt Zaugg, Präsident Evangelische Allianz Biel und Umgebung


